Gesellschaftliche Herausforderungen als unternehmerische Chance – Ein Corporate Social Responsibility Ansatz

Aktuell, wird das Marktumfeld von vielen unterschiedlichen gesellschaftlichen Herausforderungen geprägt. Zu diesen Herausforderungen zählen wir die Marktvolatilität, die sich aus Themen rund um demografische Änderungen und eine Volatilität in Angebot und Nachfrage zusammen setzt. Des Weiteren, stellt sich für viele Unternehmen heutzutage die Frage nach dem Zusammenhang zwischen Profit und Gesellschaftlicher Verantwung. „Profit vs. Gesellschaftliche Verantwortung“ steht hier für die Auseinandersetzung zwischen Rekordprofiten und sozialen Problemen. Immer mehr Unternehmen setzen sich mit Ihrer Rolle in der Gesellschaft auseinander und versuchen nicht nur eine Profit Maximierung zu erreichen sondern auch gesellschaftlichen Nutzen zu erzielen. Ebenfalls zu den gängigen Herausforderungen im Marktumfeld zählen die verfügbaren natürlichen Ressourcen, wie beispielsweise fossile Brennstoffe oder Frischwasser. Die Globale Wertschöpfung fördert zudem Interdependenzen und Disruptionen im Marktumfeld. All diese Herausforderungen wirken sich auch auf unternehmerischen Entscheidungen aus. Diese Entscheidung werden oft aufgrund bestimmter Treiber getroffen wie beispielsweise die Industrie 4.0 oder der steigende soziale Druck auf Unternehmen. Diese Herausforderungen und Treiber führen uns zu der Kernfrage: „Wie können Unternehmen Wert schaffen?“ und „Wie können wir gesellschaftliche Herausforderungen lösen?“ [1].

Diese Fragestellung leitet uns zu einer Neupositionierung der Unternehmen in der heutigen Gesellschaft. Unternehmen sind ein wichtiger Bestandteil der Gesellschaft, sozusagen Bürger der Gesellschaft. Dadurch wird Ihnen eine explizite Verantwortung übertragen. Eine Neuausrichtung des Managements im Unternehmen führt daher oft zu einem Corporate Social Responsibility Ansatz [2]. Doch wofür steht Corporate Social Responsibility? Und wodurch wird Social Responsibility geprägt?

Die EU-Kommission definiert CSR als “die Verantwortung von Unternehmen für Ihre Auswirkungen auf die Gesellschaft”[3].

Mit CSR können Unternehmen sowohl Ihrer sozialen Verantwortung im vollem Umfang gerecht werden als auch neue Märkte erschließen, sinnvolle Innovation voranbringen und Prozesse optimieren. Wir sehen vermehrt, dass CSR gemeinsam mit Globalisierung, Innovation und Digitalisierung gedacht wird. Um CSR holistisch voranzutreiben benötigt es daher auch verantwortungsvolle Führungskräfte.

Verbinden wir dieses nun mit unseren globalen Herausforderungen, dann sehen wir, dass ein verantwortungsvolles wirtschaften auch neue Chancen bringt. Zu der Verantwortung, die Unternehmen übernehmen gehören beispielsweise die Mitarbeiterförderung, die Ressourcenschonung oder das Engagement für die Gesellschaft [4].

Der Bereich der Nachhaltigkeit muss somit neu überdacht werden. Für Unternehmen bedeutet CSR nicht, dass zwischen gesellschaftlichem Nutzen und eigenem Interesse entschieden werden muss. CSR bedeutet, dass Unternehmen durch gesellschaftlichen und ökonomischen Nutzen Profit erzielen können. Dies ist eine Verzahnung von finanziellem, sozialem und ökologischem Erfolg und zwar langfristig. CSR ist somit eine Mischung aus dem „Business Case“ und dem „Social Case“. Es ist weder reine Philanthropie, der „Social Case“ noch ist es eine ausschließliche Gewinnmaximierung, der „Business Case“. In Wahrheit liegt Corporate Social Responsibility genau zwischen diesen zwei Polen [5].

Quellen:

[1] in Anlehnung an Michael Dheur (2013). CSR und Value Chain Management, Management – Reihe CSR.

[2] Schmidpeter (2012). Verantwortung Zukunft, FAZ Institut für Management.

[3] Europäische Kommission (2012). Definition CSR.

[4] Unternehmensbarometer DIHK (2012).

[5] in Anlehnung an Schmidpeter (2012). Verantwortung Zukunft, FAZ Institut für Management.